Analogshooting mit Carlotta

Sind wir mal ehrlich – analog rockt. Ich liebe es. Ich liebe es, nach jedem Foto den Film weiterzudrehen, ich liebe es grade mal 13 Schuss auf einem Film zu haben und ich liebe es, das Ergebnis nicht sehen zu können.

Klar wäre das nichts für eine Hochzeit oder einen kritischen Auftrag – da würde mir der Stress sicherlich den Spaß an der Langsamkeit verderben. Aber für ein kleines Shooting in passender Atmosphäre LIEBE ich es, meine analoge Mittelformatkamera (eine Mamiya 645) mit beiden Objektiven und ein paar Filmen (in diesem Fall Ilford 400 XP2 Super) in die Tasche zu packen und einfach loszuziehen.

Für das mehr spontane als geplante Shooting hatte ich bereits eine passende Location im Hinterkopf – die Altstadt von Blieskastel sollte es sein. Ein eigentlich super schöner Platz, der aber nicht überlaufen ist und wo man recht ungestört hantieren kann, ohne jemanden zu stören.

Als Model hatte ich Carlotta angefragt, welche glücklicherweise auch Bock auf die Idee hatte. Kurz vor dem Shooting, in der Kälte auf dem Parkplatz wartend dann natürlich die obligatorische Frage an mich selbst – wie konnte ich Holzkopf eigentlich auf die Idee kommen, das erste Shooting mit einem neuen Model gleich analog aufzuziehen???

Na gut… ich hatte die X-T2 als Backup im Gepäck aber trotzdem.. was wenn alles schiefgeht?

Ein dann doch sehr entspanntes Shooting später verließ ich dann doch strahlend die Location – alles geklappt, wenn jetzt noch die Filme in Ordnung sind hat sich alles gelohnt!

Achja – ich HASSE warten. Ich HASSE HASSE HASSE es. Und da ich mich aus Zeitgründen noch nicht genügend mit der Entwicklung meiner Filme auseinandergesetzt habe, muss ich entwickeln lassen. Und warten. Ich HASSE warten. Wirklich.

Als dann 2 Wochen später (ja, 2 Wochen…. 2 WOCHEN!) die Negative in meinen Händen, danach in meinem Scanner (Ein Canon 9000F mk II) lagen, war ich überglücklich… naja und das Ergebnis gibt’s jetzt – genug geredet!

 

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